VORTRÄGE & FACHIMPULSE

für Kindergärten, Schulen, sonderpädagogische Förderzentren und soziale Einrichtungen

Verhalten verstehen. Sicherheit stärken. Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Wenn Kinder mit Rückzug, starken Gefühlsausbrüchen, Unruhe oder herausforderndem Verhalten reagieren, stehen pädagogische Fachkräfte häufig vor schwierigen Fragen.

Was steckt hinter diesem Verhalten? Warum helfen vertraute pädagogische Strategien manchmal nicht weiter? Und wie können wir Kinder unterstützen, ohne dabei die Bedürfnisse und Grenzen des gesamten Teams aus dem Blick zu verlieren?

In meinen Vorträgen und Fachimpulsen verbinde ich psychotraumatologisches Wissen mit traumapädagogischen, bindungsorientierten und körperbezogenen Perspektiven. Mir ist wichtig, komplexe Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und gemeinsam auf die Herausforderungen des pädagogischen Alltags zu schauen.

Für mehr Verständnis, fachliche Orientierung und Sicherheit im pädagogischen Handeln.

Wenn Verhalten Fragen aufwirft

Nicht jedes herausfordernde Verhalten ist eine Traumafolge. Hinter ähnlichen Reaktionen können ganz unterschiedliche Ursachen und Bedürfnisse stehen. Belastende Erfahrungen und anhaltender Stress können jedoch beeinflussen, wie Kinder ihre Umgebung wahrnehmen, Gefühle regulieren, Beziehungen gestalten und auf Anforderungen reagieren.

Was im Alltag wie Verweigerung, Unkonzentriertheit, Aggression oder Rückzug erscheint, kann auch mit Überforderung und Stress- oder Schutzreaktionen zusammenhängen.

Eine traumapädagogische Perspektive hilft dabei, Verhalten nicht vorschnell zu bewerten, sondern mögliche Zusammenhänge besser zu verstehen.

Dabei geht es nicht darum, jedes Verhalten mit Trauma zu erklären. Es geht darum, den eigenen Blick zu erweitern und passende Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Trauma, Stress und Lernen

Wenn vorhandene Fähigkeiten unter Belastung nicht zuverlässig abrufbar sind.

Lernen ist ein komplexer Prozess. Neben Aufmerksamkeit und Motivation spielen unter anderem Arbeitsgedächtnis, exekutive Funktionen, Emotionsregulation und das Erleben von Sicherheit eine wichtige Rolle.

Akuter Stress kann Aufmerksamkeit und Verhalten kurzfristig verändern. Bei hoher oder anhaltender Belastung können insbesondere die flexible Steuerung von Aufmerksamkeit, das Arbeitsgedächtnis und die Fähigkeit zur Selbstregulation beeinträchtigt sein. Traumatische Erfahrungen können zusätzlich beeinflussen, wie Kinder mögliche Bedrohungen wahrnehmen und auf bestimmte Situationen reagieren.

Im pädagogischen Alltag kann sich das sehr unterschiedlich zeigen: Ein Kind kann eine bereits erlernte Fähigkeit in einer belastenden Situation möglicherweise nicht abrufen. Ein anderes reagiert mit Unruhe, Rückzug oder scheinbarer Verweigerung. Solche Reaktionen haben unterschiedliche mögliche Ursachen und sind für sich genommen kein Hinweis auf eine Traumatisierung.

Für pädagogische Fachkräfte ist deshalb nicht nur die Frage wichtig, was ein Kind gerade zeigt, sondern auch, unter welchen Bedingungen dieses Verhalten auftritt und welche Unterstützung hilfreich sein könnte.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie wirken sich akuter Stress, anhaltende Belastung und mögliche Traumafolgen unterschiedlich auf Lernprozesse aus?

  • Welche Rolle spielen Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, exekutive Funktionen und Emotionsregulation?

  • Warum können bereits erworbene Fähigkeiten unter Belastung zeitweise schlechter verfügbar sein?

  • Wie können verlässliche Beziehungen, Vorhersagbarkeit und Co-Regulation unterstützende Lernbedingungen schaffen?

  • Welche Anpassungen im pädagogischen Alltag können helfen, Überforderung zu reduzieren und Teilhabe am Lernen zu ermöglichen?

Die traumapädagogische Perspektive erweitert den Blick auf Lern- und Verhaltensschwierigkeiten, ohne sie vorschnell auf Trauma zurückzuführen. Sie verbindet ein differenziertes Verständnis von Belastungsreaktionen mit konkreten Möglichkeiten der Beziehungsgestaltung, Regulation und pädagogischen Unterstützung.

Fachlich fundiert. Menschlich. Praxisnah.

Als zertifizierte Traumapädagogin und Traumazentrierte Fachberaterin (DeGPT/FVTP) verbinde ich spezialisierte Fachkenntnisse mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedürfnissen.

Mir ist wichtig, Fachwissen so zu vermitteln, dass es verständlich bleibt, zum Nachdenken anregt und im pädagogischen Alltag genutzt werden kann. Dabei geht es nicht um einfache Erklärungen für komplexes Verhalten oder um Patentlösungen. Es geht um ein differenziertes Verständnis, um Beziehungsgestaltung und um Handlungsmöglichkeiten, die zur jeweiligen Situation passen.

Die Angebote dienen der traumapädagogischen Wissensvermittlung und fachlichen Reflexion. Sie ersetzen keine Diagnostik, Psychotherapie oder individuelle therapeutische Behandlung.

Mögliche Themenschwerpunkte

• Stress- und Traumafolgedynamiken im pädagogischen Setting
• Das kindliche Nervensystem verstehen
• Trauma und Lernen – warum Sicherheit Entwicklungsgrundlage ist
• Co-Regulation im Gruppen- und Klassenkontext
• Deeskalation bei emotionaler Überforderung
• Beziehung gestalten bei herausforderndem Verhalten
• Eltern professionell begleiten, ohne auszubrennen

Individuelle Themenschwerpunkte sind nach Absprache möglich.

Formate

• Elternabende
• Teamfortbildungen
• Pädagogische Fachimpulse
• Halbtägige Teamprozesse

Die Inhalte orientieren sich an konkreten Alltagssituationen –
in der Kita, im Klassenzimmer, in der Förderpädagogik oder im familiären Kontext.

Dauer: ca. 60–90 Minuten oder individuell vereinbart
Format: online oder vor Ort

Lass uns über eure Einrichtung sprechen

Jede Einrichtung bringt eigene Erfahrungen, Herausforderungen und Fragen mit.

Gerne können wir gemeinsam schauen, welche Themen für euer Team oder eure Eltern aktuell wichtig sind und welches Format dazu passt.

Ich freue mich auf eure Anfrage.